Was tauscht Alt gegen Neu aus, bietet keinen besonderen Handel oder Ausschluss und lässt uns immer wieder kommen?
Reinkarnation

Wisse dies, während du bist.
Ablauf der Regenerierung menschlicher Energie
durch Geburt, Wachstum, Zerfall und Tod.
Jede Geburt ist ein Bindeglied in der eigenen, ewigen Kette
inheränter Eindrücke, Gedanken, Wünsche und Handlungen.
Die Seele hat in ihrem neuen Körper die Gelegenheit,
von der Vergangenheit zu lernen, im Hier und Jetzt zu leben und sich
Reinkarnation: Warum daran glauben?
Wenn unsere Wahrnehmung dessen, „wer wir sind“ auf dem Verständnis unseres Selbst als Seele gründet erfahren wie nicht mehr nur unser temporäres Kostüm, d.h. den vergänglichen Körper. Wir erkennen, dass wir als Wesen spiritueller Energie dem Körper Leben schenken und damit unsterblich sind. Wir beginnen zu verstehen, dass wir unser körperliches Kostüm genauso wechseln wie eine Schlange ihre Haut abwirft, wir – die ewigen Seelen – aber niemals sterben können.
Tod und Wiedergeburt
Im Moment des physischen Todes entzieht die Seele den Organen des Körpers ihre Energie und verlässt ihren Sitz in der Mitte der Stirn. Sie nimmt die Eindrücke, die sie in diesem Leben gesammelt hat, mit und tritt in den Körper eines ungeborenen Säuglings ein, während er noch im Leib seiner Mutter heranwächst. Dazu kommt es gewöhnlich im vierten und fünften Monat der Schwangerschaft. Eine menschliche Seele tritt dabei immer in einen menschlichen Körper ein. Die Art des Körpers, dem die Seele Leben schenkt, sowie die Umstände der Geburt hängen von den vergangenen Handlungen der Seele in ihrem bzw. ihren vorigen Leben und dem kumulativen Konto des Gebens und Nehmens ab, das sie in ihren Interaktionen mit anderen Seelen angesammelt hat. Ohne ein richtiges Verständnis dieses Prozesses ist das Verlassen eines Körpers und der Eintritt in einen anderen oft ein Erlebnis großer Furcht und Angst. Jedoch werden die Einzelheiten des alten Lebens bald durch neue Erfahrungen ersetzt, so dass die Seele nicht von alten Erinnerungen überwältigt und verwirrt wird.
Reinkarnation: Was wir mit uns nehmen
Bis zu dem Moment, da sich der Körper und das Gehirn des Säuglings entwickelt haben, hat die Seele bereits alles Vergangene vergessen und sich an die neuen Bedingungen und die Eltern seines neuen Körpers gewöhnt. In der Regel kann sich die Seele nicht an Einzelheiten ihres bzw. ihrer vergangenen Leben erinnern. Jedoch bringt sie – in Form von Einstellungen, Tendenzen und Persönlichkeit – den kumulativen Effekt all dessen mit, was sie erlebt und gelernt hat. All das, was genetisch in das neue Leben einfließt, bestimmt den physischen Aufbau des Körpers, den Rassentyp, die Farbe der Augen, Form der Nase usw. Und obwohl die Umwelt, in der ein Kind heranwächst – wie auch die Persönlichkeiten der Menschen, mit dem es zu tun hat – ganz sicher die Entwicklung des Kindes beeinflussen, sind seine Tendenzen und Reaktionen auf andere Menschen und Ereignisse nicht biologischen Ursprungs, sondern der Seele aus vorangegangenen Existenzen eigen. Diese vorherrschenden, in vergangenen Leben aufgezeichneten Eindrücke beginnen sehr bald, sich zu manifestieren und im neuen Umfeld zum Ausdruck zu kommen.
Beziehungen zu anderen Lebenszeiten
Das menschliche Leben beruht auf zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Seelen, die wiederum auf den verschiedenen, jeder Seele innewohnenden Eindrücken basieren. Diese Eindrücke bestimmen den Verlauf des Lebens, die Art der Aktivitäten der Seele und ihre physische Stellung in einem bestimmten Umfeld. So besteht gewöhnlich eine Verbindung oder ein „Konto“ zwischen zwei Seelen, die zu anderen Lebezeiten eine Beziehung miteinander hatten. Diese Verbindung bringt sie damit wieder zusammen. Das erklärt dann auch, wieso viele Menschen das Gefühl haben, eine Person schon zuvor getroffen und gekannt zu haben, obwohl sie offenbar das erste Mal aufeinander treffen. Oder sie begegnen jemandem, dem sie sich sofort hingezogen fühlen oder aber, der abstoßend auf sie wirkt, obgleich sie diese Person in diesem Leben gar nicht gut genug kennen, als dass solche Gefühle aufkommen sollten. Was hier passiert, ist, dass die Seele die andere Seele – obgleich beide andere Körper haben – von ihrer letzten Begegnung her erkannt hat.
Reinkarnation: Der Wiedergeburtsprozess
Die Reinkarnation ist der Prozess der Wiedergeburt. Auf jeden Tod folgt eine neue Geburt und das Öffnen eines neuen Kapitels in der niemals endenden Geschichte des Lebens. Mit jeder neuen Geburt setzt die Seele ihre Reise durch die Ewigkeit von dem Punkt an fort, an dem sie sie im Hinblick auf ihre „Konten“ im vorigen Leben unterbrochen hat. Die Seele ist nicht das Opfer eines wütenden oder rachgierigen Gottes, der sie ohne Grund zu einem Leben des Mangels oder des Leidens verurteilt. Die Seele erbt eine Vergangenheit, die sie selbst erschaffen hat. Und auch wenn die genauen, in der Vergangenheit verwurzelten Ursachen in den Umständen des neuen Lebens nicht offensichtlich bzw. sichtbar sind, bedeutet es nicht, das sie nicht existieren. In anderen Worten ist eine Seele, die in günstige Umstände hineingeboren wird, nicht der Empfänger Gottes Gnade und Segen, sondern erntet vielmehr die Früchte ihrer großzügigen und wohltuenden Taten in einer bzw. mehreren zuvor durchlebten Geburten. Jede Seele erfährt ständig die Auswirkung vergangenen Handelns und sät immerfort neue Samen, die als künftige Früchte geerntet werden. In der Meditation festigt das Verständnis der Reinkarnation die Erfahrung unserer eigenen Unsterblichkeit, unserer ewigen Existenz als Seele und ist damit eine ausgezeichnete Medizin gegen viele Arten der Furcht, Angst und des begrenzten Denkens.
